zur
Geschichte unseres Schullandheimes
Anfang der 60er Jahre entstand bei den damals elf
katholischen Volksschulen Wuppertals der Wunsch nach einem eigenen
Schullandheim. Die Straßennamen dieser Schulen zieren nun die Schlafraumtüren
im Altbau.
Durch eine glückliche Fügung konnte das Gut „Haus Dalbenden“ bei Urft gekauft werden. Dieser in
der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts ( 1786 ) erbaute Gutshof gehörte früher
zur benachbarten Burg Dalbenden.
Das Hauptgebäude ist ein wohlproportioniertes Haus mit Doppelwalm-Mansard-Dach und zweiläufigen Treppen
an den Längsseiten. Drei Wirtschaftsgebäude bilden mit dem Haupthaus einen
geschlossenen Innenhof von etwa 600 m² mit einem Durchgang zu einem dem Heim gehörenden Freigelände von
etwa vier Morgen, das an einer Seite von der Urft begrenzt wird. Ein weiteres
Hoftor führt auf die Straße, wird aber lediglich zu Anlieferzwecken geöffnet.
Nach vielen Mühen konnte das Haus (zunächst nur der Altbau) 1967 eröffnet werden. Von da an war das
Heim fortlaufend belegt, nicht zuletzt wegen der wunderschönen, reizvollen
Umgebung mit den vielen pädagogisch bedeutsamen Bedingungen für einen
sinnvollen Schullandheimaufenthalt.
Kurze Zeit darauf konnte der 2. Bauabschnitt bezogen werden. Er brachte für die Heimeltern eine eigene
Wohnung, die endgültige, geräumige Küche und den großen Speisesaal. Im Jahre 1972 wurden die anderen Gebäudeteile bezugsfertig.
Das Heim bietet nun Platz für 97 Schüler und deren Begleitung.
Hatte das Heim in all den Jahren durch seine günstige Lage im Naturschutzgebiet
Nordeifel die Begegnung mit der Natur nicht nur ermöglicht, sondern geradezu herausgefordert, so möchte es seit 1988
verstärkt der Erfahrung von Natur und der Umwelterziehung dienen. Augenfälligstes Beispiel
hierfür ist der eigens angelegte Teich. Jedoch auch andere Biotope auf dem
Heimgelände gilt es zu entdecken und zu erforschen. Auch können Kurse und
andere Angebote im Schullandheim, die durch qualifizierte Kursleiter/innen
durchgeführt werden, in Anspruch genommen werden.
Ende des Jahres 1989 konnte noch ein kleiner Anbau fertig gestellt werden, der insbesondere die lang
entbehrte Wäschekammer und Zimmer für Zivildienstleistende und das Archiv enthält.
Wir haben in 2007 eine große Mehrzweckhalle (Sport, Spiel, Veranstaltungen, Theater usw.) mit einer Spielfläche von
ca. 420 m² und zwei weiteren Mehrzweckräumen in Betrieb genommen.
Mit dieser Halle haben Sie die Möglichkeit, auch bei schlechter Witterung,
einer sinnvollen Freizeitgestaltung sowie die Nutzung als großen Tagungsraum.
Wir versuchen unser Haus möglichst umweltbewusst zu betreiben. Aus diesem Grund haben wir im Jahr 2006
unsere alte Öl-Heizungs-Anlage erneuert und durch eine Holzpellets-Anlage
ersetzt. In diesem Zuge haben wir auch unsere Warmwasserbereitung (vorher Strom
--> jetzt Holzpellets) erneuert, und damit den Komfort für unsere Gäste
verbessert. Auf dem Dach der neuen Mehrzweckhalle haben wir eine 30 KW
Photovoltaik-Anlage installiert, mit der wir umweltschonend Strom erzeugen.
Sie können unser Haus jetzt auch als Selbstversorger buchen. Im April 2010 haben wir eine Selbstversorgerküche in Betrieb genommen.
Wenn auch größere bauliche Aktivitäten nun bald abgeschlossen sind, so bleiben doch für den Verein weiterhin
viele Aufgaben der stets notwendigen Renovierung und der Verbesserung der
Ausstattung, damit das Haus immer wieder neu erfüllen kann, was es sein will:
eine Stätte der Begegnung mit Menschen und Natur, eine Stätte des
erlebnishaften Lernens, der Muße und des Frohsinns.
Lehrer
und Schüler sollten nicht vergessen, dass das Heim unter großen
persönlichen Opfern und Anstrengungen das geworden ist, was es ist:
eines der schönsten Schullandheime Deutschlands!